Cacao Grenada

Haupterntezeit des Cacaos: Dezember – März

Grenada, 200 km nordöstlich vor Venezuela gelegen, ist eine Insel der kleinen Antillen. Zwischen Karibik und Atlantik gelegen leben etwa 100‘000 Einwohner auf einer Fläche von rund 344 km2. Insgesamt zählt man 8‘697 Bauern, welche Cacao auf rund 2‘360 ha anbauen. Daneben exportiert das Land aber auch Produkte wie Muskatnuss, Zimt, Gewürznelken und Ingwer. Bananen und Zucker werden ebenfalls für den Export angebaut. Der Cacao wird mehrheitlich im Nordosten der Insel, im Verwaltungsbezirk Saint Andrew angebaut, fermentiert und getrocknet. Andrew Hastick, Agronom und General Manager der Grenada Cocoa Association, ist verantwortlich für die Qualität, Verfügbarkeit und Export des Cacaos. Bei ihm und der Organisation laufen sämtliche Fäden zusammen, wenn es um die Anliegen der Cacaobauern geht oder um den Verkauf des Rohstoffes an die Max Felchlin AG.

Baumpflanzungen und Cacao „Grenada Selection“
Der Cacao „Grenada Selection“ besteht aus einer Auswahl von 16 Mutterbäumen von Criollo und Trinitario Cacaos, die wegen des intensiven Geschmacks selektioniert wurden und gut auf die unterschiedlichen Bodentypen in Grenada angepasst sind. Die Mutterbäume stehen in drei sogenannten „Nurseries“ (Baumpflanzungen), die wegen der latenten Zerstörungsgefahr durch Hurricanes an verschiedenen Orten auf der Insel angelegt wurden. Die kleinen Bäumchen werden aus Ästen der Mutterbäume gezogen. Dies ist eine sehr aufwändige Aufzucht. Es dauert circa sechs Monate bis die Pflänzchen stark genug sind und bei den Bauern eingepflanzt werden können. Der grosse Vorteil dieses einzigartigen Verfahrens: Die Grenada Cocoa Association teilt die Bäume dem Bauern je nach Bodenbeschaffenheit dessen Landes zu und kontrolliert damit direkt die Qualität des Cacaos der ganzen Insel.

Übliche Züchtungen erfolgen durch Pflanzung einer Cacaobohne aus einer beliebigen Schote, was ein Risiko der Einkreuzung anderer Sorten darstellt.

Impressionen Grenada